Die Entwicklung am Neuen Gesangbuch schreitet auf allen Ebenen voran.
EKD-weit ist jetzt die vorläufige Liederliste erschienen: https://www.ekd.de/gesangbuch-vorlaeufige-liederliste-95126.htm
Mit dem Vermerk „D“ sind diejenigen Lieder gekennzeichnet, die digital verfügbar sind, aber nicht im Buch gedruckt werden. Schnell wird deutlich, wie unglaublich vielseitig und reich der in den Evangelischen Kirchen lebendige Liedschatz ist. Die Vielfalt, die sich in über 1200 Liednummern abbildet, lädt ein, über die eigenen vertrauten Kreise hinauszuschauen und in anderen kirchlichen Milieus echte Perlen des gemeinsamen geistlichen Singens zu entdecken. Diese stilistische und zeitliche Vielfalt findet sich übrigens gleichermaßen im gedruckten wie im digitalen Teil.
Wirklich freuen darf man sich auch auf die Durchmischung der Lieder mit den Texten, die zum Schmökern, Denken und Beten einlädt und die wohl auch neue Beleuchtungen eines thematischen Schlagworts der Rubriken in Liedern und Texten ermöglicht.
Die Erprobungsphase in den Gemeinden mit den Ausschnitten des Erprobungsbands ist nun abgeschlossen; weiteres feedback gibt es aber über Tagungen und übergemeindlichen Veranstaltungen zum Thema, deren Erträge in die landeskirchliche Stellungnahme unserer österreichischen Kirche einfließen können.

Auch im Regionalteil Baden–Württemberg–Österreich wurde parallel ein Meilenstein gesetzt:
Auf einer 41/2-tägigen Tagung ab 24.3.26 im Kloster Heiligkreuztal (Schwaben) legte die ca. 15-köpfige Kommission der drei Kirchen ihre Liedliste für den Regionalteil weitgehend fest. Ca. 100 zusätzliche Lieder sind gesetzt; in der Gesamtschau des Liedbestands können dann noch einzelne Desiderate oder regional besonders Identität stiftende Lieder und Texte ergänzt werden. Auch in dieser Kommission sind die verschiedenen Bereiche kirchlicher Arbeit und kirchlichen Feierns vertreten, so dass die Lieder wie im Stammteil äußerst bunt und vielseitig kirchliches Leben widerspiegeln.
Wir sind dankbar über die außerordentlich kollegial-wertschätzende Stimmung in diesem Prozess, die gerade auch aus österreichischer Sicht von einem wirklichen Sich-Einlassen auf unsere Bedürfnisse einer kleinen Minderheitskirche geprägt ist.
Spürbar ist ganz neu-aktuell das Ineinandergreifen historisch gewachsener Bezüge zwischen Württemberg und Österreich und so manche Verwandtschaft mit Baden hinsichtlich einer größten Vielfalt innerhalb unserer Kirchen inclusive Reformierter Anteile.

Wir freuen uns nun auf die vielfältige weitere Arbeit in den redaktionellen Entscheidungen zu jedem einzelnen Lied, in der Entwicklung der Begleitpublikationen vom Orgelbuch und Chorsammlungen bis zur Gitarrenausgabe und der digitalen Bereitstellung von Beiträgen „aus der Praxis – für die Praxis“ auf der Plattform www.mitsingen.de

https://www.ekd.de/gesangbuch-webshop-92374.htm
Bericht von Landeskantor Matthias Krampe
